Menschen in Amt und Würden


Pfarrer


Im Pfarrhaus ist wieder Licht…

 

Liebe Rauschenberger, liebe Ernsthäuser, liebe Himmelsberger!

Ganz unverhofft klingelte an einem Nachmittag im Mai mein Handy – nach einer vollen Woche im Predigerseminar in Hofgeismar war ich voll bepackt auf dem Weg zum Auto, um mein Gepäck einzuladen. So ganz unverhofft, mitten auf dem Parkplatz mit aufgeklapptem Kofferraum die Nachricht aus Kassel: „Wir hätten da Rauschenberg im Angebot, mit Ernsthausen – und für einen jungen Pfarrer wie Sie doch vielversprechend: Himmelsberg!“ Ich war dann so neugierig, dass ich mich noch am gleichen Tag auf den Weg gemacht habe. In Ernsthausen wurde ich vom Abendläuten empfangen, dass ich vom Dorf aus bis zur Elisabethkirche hörte. In Rauschenberg begrüßte mich der Turm der Stadtkirche schon von weitem. Und irgendwie war es einladend heimelig: das Pfarrhaus und der Torbogen, die Stadtkirche und die Schlossruine, ehrwürdig und erhaben. Einprägsam dann zum Ende hin Himmelsberg: nach dem Wald in der Abendsonne strahlend und das Gefühl von Weite mit Blick ins Tal.

Nach langer Zeit ist nun im Pfarrhaus wieder Licht. Als Ihr neuer Pfarrer bin ich Ende Oktober, gemeinsam mit meinem Mann Tobias Jammerthal, eingezogen.

Aufgewachsen bin ich in Weiterode bei Bebra. Nach dem Abitur in Rotenburg an der Fulda habe ich in Neuendettelsau, Heidelberg und Basel studiert und bin vor zwei Jahren nach meinem ersten Examen wieder in meine hessische Heimat zurückgekommen. Nach zwei Jahren Vikariat in Burghasungen und Ehlen im Wolfhager Land bin ich nun nach dem zweiten Examen im Oktober in Marburg zum Pfarrer ordiniert worden.

Wie kommt man dazu, Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden? Bei mir hat die Musik maßgeblich dazu beigetragen – Orgelspielen und Singen, auch selber mal den Chor dirigieren – das alles hat mir in dieser Zeit gezeigt, wie vielfältig und lebendig Leben in der Kirche sein kann und wie wichtig es ist, den Menschen zu erzählen. Den Menschen von der Hoffnung zu erzählen, die Gott uns schenkt, das hat mich begeistert. Von dem Zuspruch und seinem Versprechen das er uns gegeben hat, dass er uns und unsere Welt nicht aufgibt, auch wenn wir in verschiedenen Lebensstationen manchmal das Gefühl haben.

Es ist etwas Besonderes, Menschen in den entscheidenden Situationen des Lebens ein Wegbegleiter sein zu dürfen. Wegbegleiter, das möchte ich für Sie gerne sein. Im Suchen und Fragen, im Glauben und Zweifeln, im Trauern, dann, wenn nichts anderes mehr möglich ist als Dasein und Schweigen. Und ich möchte für Sie da sein im Lachen und Feiern. Ich bin überzeugt, dass das alles zur Fülle des Lebens gehört das Gott uns schenkt und unser Leben reicher und tiefer macht. Vielleicht denken Sie daran, wenn sie das nächste Mal im Pfarrhaus Licht sehen. Die Tür steht Ihnen immer offen!

 

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit Ihnen.

 

Ihr Christopher Noll

 

 

 


Der neue Pfarrer ist da !!!

 

Am Sonntag, 04. November 2018 wurde der neue Pfarrer der Gemeinde vorgestellt. In dem feierlichen Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor Ernsthausen, dem Gemischten Chor Ernsthausen und dem Kirchen- u. Frauenchor Rauschenberg mitgestaltet wurde, stellte Dekan Köhler Herrn Christopher Noll als Pfarrer im Probedienst für Rauschenberg-Ernsthausen vor. Außerdem wirkten Mitglieder des Kirchenvorstandes im Gottesdienst mit. Im Anschluss war die Gemeinde ins herbstlich dekorierte Haus der Begegnung zum Kaffee trinken eingeladen. Dort bestand die Möglichkeit, Grußworte an den neuen Pfarrer zu richten. Dies taten Helmut Klingelhöfer im Namen des Kirchenvorstandes, Bürgermeister Emmerich, Gerhard Friedrich vom Förderverein der Stadtkirche, Monika Friedrich vom Kirchen- u. Frauenchor, Werner Linker vom Gemischten Chor Ernsthausen und Ilona Gerbitz-Mess von der Kita Mäuseburg. Bei Kaffee und Kuchen, vielen netten Gesprächen und sicher vielen neuen Eindrücken für Pfarrer Christopher Noll ging der Nachmittag schnell zu Ende. An dieser Stelle sei allen Helfern und Helferinnen gedankt. Ein besonders herzlicher Dank geht auch an alle Kuchenbäcker*innen. Die Vielfalt kam bei den Gästen sehr gut an und wurde besonders gelobt.

 

(Text: Eva Maria Klingelhöfer)