Unsere Kirchen


Stadtkirche Rauschenberg




31.8.2016

 

Sanierungsarbeiten Kirche Rauschenberg

 

Im November wurde der erste Bauabschnitt zu einem großen Teil fertig gestellt. Was dabei zu Tage kam – die wunderschönen behauenen Sandsteine haben uns alle begeistert.

 

Auch wenn bisher nur ein sehr kleiner Teil unserer schönen Kirche saniert wurde, kann man erahnen, wie einmal die fertig sanierte Kirche aussehen wird.

 

Das Aussehen wird im Vergleich zur momentanen Farbgebung komplett verändert sein: Sie wird natürlicher wirken und die behauenen Sandsteine können ihre ganze Schönheit entfalten. Eine besondere Überraschung bot die Nordseite des Seitenschiffs: Bei Abtragen des Putzes kam eine große Fläche aus behauenen Sandsteinen zu Tage. Der Kirchenvorstand hat dann beschlossen, dass diese Fläche sichtbar bleiben soll. Unter den neu verputzten Flächen verbirgt sich Bruchstein. Es ergaben sich große Ähnlichkeiten mit dem Stadttor.

 

Der neue Putz ist in der Farbgebung dem rötlichen Farbton der Sandsteine nahe – trotzdem wurde auf eine farbliche Abgrenzung wert gelegt.

 

Die Firma Linne war mit den Sanierungsarbeiten betraut und gemeinsam mit der Restauratorin Silke Scharper entwickelten sie die Rezeptur des Putzes. Die Baumaßnahme wurde begleitet vom Architekturbüro Ott und Weber. Natürlich war auch das Amt für Denkmalpflege in den Prozess der Farbgebung und Putzrezeptur eingebunden.

 

Der Förderverein unterstützte die Baumaßnahme mit 20.000€. Wir danken Ihnen allen von Herzen!

 

Aber wie das bei so alten Gebäuden ist, waren wir auch vor manchen Überraschungen nicht gefeit. Beim Abnehmen des Putzes wurden zum Teil tiefe Fugen freigelegt. Weil die Trocknungsdauer des Putzes eine längere Zeit in Anspruch nimmt und der Winter vor der Tür stand, entschied man sich diesen Teil (Nordseite Altarraum, ehem. Sakristei) noch nicht zu verputzen, um möglichen Schäden vorzubeugen. Im kommenden Frühjahr wird auch dieser Teil abgeschlossen. Wir hoffen, dass die Baumaßnahme zügig weitergeführt werden kann. Der nächste Bauabschnitt ist ausgewiesen: Es wird der Altarraum bis zum Turm sein.

 

(Text und Fotos: Kathrin Wittich-Jung)

 

Mai 2016

Sanierung der Stadtkirche

 

Am 20. Februar 2015 fand in unserer Stadtkirche eine Gemeindeversammlung statt. Architekt Jörg Weber, der die Sanierungsarbeiten der Stadtkirche begleitet, gab einen Überblick über den Verlauf und den Stand der Sanierungsarbeiten. Als Anfang der 2000er Jahre eine Rissbildung am Chorraum und an der Südseite festgestellt wurde, war schnell klar, dass es mit einer bloßen Sanierung der Risse nicht getan wäre. Vielmehr musste überprüft werden, woher die Rissbildung stammte. Seit März 2004 wurden daher die Risse mit so genannten Rissmonitoren überwacht. Gleichzeitig wurde ein Putzgutachten angefordert. Dabei wurde eine erste Kostenschätzung erstellt. Die Kosten für die gesamte Sanierung inklusive Risssanierung der Außenflächen unserer Stadtkirche belaufen sich auf ca. 370.000 Euro. Auf Grund der Höhe der Kosten und auch um eine qualitativ hochwertige Arbeit sicherstellen zu können, wird die Sanierung in Bauabschnitte aufgeteilt.

 

Der erste Bauabschnitt wird demnach die Nordseite, also Richtung Kindergarten, und ggf. das erste Chorfeld auf dieser Seite sein. Dieser Bauabschnitt wird zu großen Teilen durch den Kirchenkreis Kirchhain finanziert. Dazu sind ca. 54.000 Euro bewilligt. Auch der eigens gegründete Förderverein wird sich an der Finanzierung dieses und auch der weiteren Bauabschnitte beteiligen. Dann lässt sich zum Schluss auch „ausrechnen“, wenn alles einmal fertig ist, wieviele Quadratmeter Putz ohne die fleißige Tätigkeit des Fördervereins noch fehlen würden bzw. wieviele Quadratmeter Putz dem Förderverein zu verdanken sind.

 

Im OP-Artikel vom 31. Januar 2015 wurde leider nur wenig deutlich, wie diese Finanzierung überhaupt zu Stande kommt. Manchmal mahlen die Mühlen eben langsam - das wissen Sie alle. Hier hat das aber folgenden Grund: Im Kirchenkreis Kirchhain wurden im Jahr 2014 ca. 100.000 Euro und im Jahr 2015 ca. 450.000Euro durch die Landeskirche zur Verfügung gestellt. Im Kirchenkreis laufen derzeit mehrere unterschiedliche Anträge auf Baumittelförderung. Dabei geht man nicht willkürlich vor, sondern folgt einer Prioritätenliste. Ganz oben stehen da natürlich wirklich bedrohte und einsturzgefährdete Gebäude.

 

Dass bei einem der Ortstermine ein Beauftragter der Landeskirche mit einem Audi A8 vorgefahren sei, entstammt - jedenfalls in diesem Fall - einem Missverständnis. Herr Westendorf, der landeskirchliche Architekt, fährt zu diesen Baubesichtigungen, bei denen immer mehrere Bauprojekte besichtigt werden, mit dem Zug bis nach Marburg. Eine Mitarbeiterin des Kirchenkreisamtes nimmt ihn von dort dann mit.

 

Jetzt aber wieder zur Sache:

 

In einem langen Entscheidungsprozess, bei dem Putzgutachter, Baubegleitung der Landeskirche, Landesamt für Denkmalpflege, Architekt und Restaurator eingebunden waren, konnte der Kirchenvorstand im Dezember 2014 endlich zu einer Entscheidung über den Putz und seine Farbe kommen: Die alten, gut erhaltenen Sandsteine an den Stützpfeilern und an den Fenstern sollen freigelegt werden und es auch bleiben. Die Wandflächen werden nur mit einem rötlichen Putz, den man beim Abtragen des alten Putzes auch noch gefunden hat, verputzt. Auf einen Anstrich wird verzichtet. Dazu wurde von dem Restaurator eine Musterfläche angelegt, die für alle einsichtig in der Stadtkirche ausliegt.

 

Bei Interesse, wenden Sie sich einfach an das Pfarramt.

 

 

 

(Kathrin Wittich, Helmut Klingelhöfer)


Alte Grabsteine wurden restauriert und am Eingang zur Kirche aufgestellt.


Innenansicht - Altarraum


Die Kirche benötigt dringend eine Sanierung. Die Außenfassade bröckelt und die Orgel muss saniert werden.

In verschiedenen Medien wurde über den katastrophalen Zustand der Stadtkirche Rauschenberg berichtet.

Jetzt hat sich ein Förderverein gegründet, der sich um den Erhalt der Kirche kümmern will. Er ist auf ihre Spenden angewiesen.

Nähere Infos darüber finden Sie hier, im Pfarramt (Tel. 06425/1234) oder bei Gerhard Friedrich (Tel. 06425-6122)